Systemische Einzel-, Paar- und Familientherapie

Der Schwerpunkt der Systemischen Therapie liegt darin, den Klienten als Teil seines Systems zu betrachten. D.h. die Problematiken und Konflikte, die ihn beschäftigen, sind nicht durch ihn verursacht, sondern durch das Zusammenwirken aller Mitglieder des Systems, in das sein Anliegen einzuordnen ist.

Was bedeutet jetzt genau „Systemik“?

Schau dir mal das Mobile an. Dieses Mobile kann deine Familie, deine Firma, deine Schulklasse, dein Freundeskreis, dein Sportverein oder vieles mehr sein.

mobile

Ihr seid alle miteinander verbunden, dadurch dass ihr entweder in diese Familie geboren/adoptiert worden seid oder euch entschieden habt, mit diesen Menschen um euch herum ein gemeinsames Ziel zu verfolgen (gemeinsame Arbeit, Schulabschluss, gemeinsamer Sport, gemeinsame Freizeit).

Durch diese Verbundenheit werdet ihr zu einem System. Ihr wirkt aufeinander ein.

In jedem System gibt es eine natürliche Ordnung, die es im Gleichgewicht hält. Jetzt stell dir vor, jemand im System bewegt sich, entweder absichtlich oder unabsichtlich. Diese Bewegung kann eine getroffene Entscheidung, eine Krankheit, ein Verlust, ein Jobwechsel, eine neue Beziehung und vieles mehr sein.

Bewegt sich einer, geraten automatisch alle anderen auch in Bewegung. Durch solch eine Bewegung kann das ganze System und auch jedes einzelne Mitglied des Systems in ein Ungleichgewicht geraten.

Kleine Schwankungen sind leichter auszugleichen. Eine große Schwankung, z. B. eine Krankheit oder der Verlust eines Menschen, erfordern, dass sich das System dieser Herausforderung anpasst.  

Wir sind also nicht im Gleichgewicht. Das wiederum wirkt sich ganz unterschiedlich bei jedem einzelnen aus, sowohl körperlich als auch psychisch. Wir verbiegen uns, wir fühlen uns nicht wohl, wir fühlen uns nicht mehr dazugehörig, uns fehlt etwas.

Die Systemische Therapie schaut daher auf das ganze System. Ziel ist es, ein Gleichgewicht herzustellen, das allen Mitgliedern im System und dem System selbst entspricht. Auch hier gilt wieder, bewegt sich einer, bewegen sich alle. Nimmt also ein Mitglied die Möglichkeit war, sein Gleichgewicht wieder herzustellen, haben auch die anderen Mitglieder und das ganz System  die Möglichkeit, dies zu tun.

Dazu kann mit einzelnen Mitgliedern oder auch mit mehreren Mitgliedern gearbeitet werden. Es geht darum, Ressourcen zu entdecken (z.B. mit einer Situation umgehen zu können oder etwas zu ändern), biografische Muster anzuschauen (z.B. warum etwas immer dem gleichen Ablauf folgt) und Lösungen für konfliktfreies Verhalten zu erarbeiten.   


Virginia Satir war maßgeblich an der Entwicklung der Systemischen Therapie beteiligt. Von ihr stammt das folgende Zitat:

„Ich glaube daran, dass das größte Geschenk, das ich von jemandem empfangen kann, ist, gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden. Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist, den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren. Wenn dies geschieht, entsteht Beziehung.“


Am 22. November 2018 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) entschieden, dass das psychotherapeutische Verfahren "Systemische Therapie bei Erwachsenen" wirksam ist. Damit hat es die Systemische Therapie geschafft, eine Anerkennung mittels einer wissenschaftlichen Wirksamkeitsprüfung zu erhalten.

 

 

 

Claudia Peitzner | Heilpraktikerin für Psychotherapie

Ich begleite Sie mit Empathie und Wertschätzung in Ihrem persönlichen Prozess.

Mein Name ist Claudia Peitzner. Ich bin 1976 in Hamburg geboren und lebe mit meinem Mann und meinen zwei Söhnen in Hamburg-Kirchwerder. Das erste Mal bin ich vor 10 Jahren mit Hypnose in Kontakt gekommen ...

Meine berufliche Unzufriedenheit leitete mich damals zu meiner späteren Ausbilderin. Die Faszination war bei mir sofort geweckt. Schnell habe ich gemerkt, das da sehr viel mehr in mir ist, das darauf wartet, sich zeigen zu dürfen. Die Hypnose hat mir zu meiner Berufung verholfen und jetzt ein wichtiger Teil davon.

So habe ich mich in den Jahren 2017 und 2018 im Ausbildungsinstitut Katrin Marquardt zur Hypnosetherapeutin und Systemischen Paar- und Familientherapeutin ausbilden lassen.

Im September 2017 habe ich die Überprüfung vor dem Gesundheitsamt der Freien und Hansestadt Hamburg zur Heilpraktikerin für Psychotherapie abgelegt.

Mit der Einrichtung meiner Praxis im Norderquerweg konnte ich mir dann im Frühjahr 2018 einen weiteren Wunsch erfüllen. Gelernt habe ich in dieser Zeit, dass einem das Leben oft viel mehr gibt, als man für möglich hält. Die eigenen Grenzen steckt man sich immer nur selbst.

Auch bei der Arbeit mit meinen Klienten stelle ich immer wieder fest, dass die Überprüfung dieser manchmal eng gesteckten Grenzen, was möglich ist und was nicht, von großer Bedeutung ist. Selbstliebe und Vertrauen sind es, die diese Grenzen weichen lassen.